Neubau Nachtigallbrücke bremst Ruhrtalmarathon - Königsdisziplin 'Marathon' entfällt 2018, Halbmarathon wird zum 20 km-Lauf
-Triathlon Witten keine Umgehungsstrecke gefunden werden, um 2018 die Königsdisziplin, den Marathon, durchzuführen.
Am kommenden Sonntag (05.August) geht es für die Wittener Teams zum vorletzten Wettkampf der 1. Bundesliga in Tübingen. Das Rennen über die Sprintdistanz (750/20/5) ist nun schon zum vierten Mal in der Bundesliga dabei und hat sich mittlerweile sowohl durch seine anspruchsvollen, winkligen Strecken sowie der tollen Stimmung in der Innenstadt einen Namen gemacht. Besonders letztere wollen auch die Wittener Athletinnen und Athleten nutzen, um noch einmal anzugreifen, wie der Teamleiter der Damen Richard van Dissen erklärt: „Bei den Damen möchten wir es dem Team aus Buschhütten möglichst schwer machen die Tabellenführung zu halten, Ziel für die Herren ist es, den vierten Platz in der Tabelle weiter zu verteidigen.“ Sowohl die Damen als auch die Herren gehen entsprechend in Topbesetzung an den Start.
Für die SG Triathlon Witten setzt van Dissen auf die bisher in dieser Saison überzeugende Anja Knapp, die beiden Ungarinnen Zsofia Kovacs, die ihren Ausstieg von Münster vergessen machen will und Dorka Putnóczki, die in 2017 schon den 15. Platz in Tübingen belegte sowie Charlotte McShane. Letztere gibt dieses Jahr ihr Debüt in der Bundesliga, war aber 2017 die Nummer 11 der World Triathlon Series und ist somit eine Kandidatin für den Einzelsieg.
Bei den Männern setzt Teamleiter Matthias Bergner ebenfalls auf ein starkes internationales Team. Angeführt von den beiden ungarischen Brüdern Csongor und Bence Lehmann sollen Morten Hansen aus Dänemark, Jonathan Wayaffe aus Belgien und Lukas Engelbrecht versuchen den vierten Platz zu verteidigen. Alle Athleten haben zuletzt in verschiedenen ETU Cups bewiesen, dass sie momentan gut in Form sind, zuletzt konnte etwa Csongor Lehman den 3. Platz beim Junior European Cup in Tartur belegen.
Die Starts für beide Rennen sind am frühen Nachmittag (14.00 Uhr Frauen/ 15.45 Uhr Männer), sodass mit großer Hitze zu rechnen ist. Hier hoffen die Teamleiter darauf, dass alle Wittener Athletinnen und Athleten gut mit diesen momentan extremen Bedingungen zurecht kommen und die anspruchsvollen Ziele erreichen können.
Heiße Sonne in der schwarz-gelben Stadt, aber eine Gruppe PVlerinnen ließ sich den Spaß am 'Deutsche Post Ladies Run' nicht nehmen!

Die große Hitze über Deutschland zeigt überall Wirkung - auch beim Ironman in Hamburg. Aufgrund der dauerhaft hohen Luft- und Wassertemperatur hatten sich in der Alster Blaualgen gebildet. Die ausgeguckte 3,8 km lange Schwimmstrecke fiel sozusagen ins Wasser, der Ironman wurde zum Duathlon. Betroffen waren auch Tillmann Goltsch, Till Pastor und Till Schaefer vom PV-Triathlon Witten.
Till Schaefer war mit dem Vorsatz nach Hamburg gereist, seine ironman-Bestzeit zu knacken und das Ticket für den legendären Hawaii-Ironman zu lösen. Für die erste Triathlondisziplin hatte der PVler bereits eine Zeit von rund 53 Minuten geplant - in Hamburg wurde jedoch das Schwimmen umständehalber durch eine 6 km lange Laufrunde ersetzt. Da Till Schaefer als recht guter Schwimmer im Langdistanzbereich zum einen natürlich viel Kraft und Zeit in das Schwimmtraining gesteckt hatte, zum anderen erst im April deutscher Duathlon-Meister in seiner Altersklasse geworden war, hielten sich Enttäuschung und vorsichtiger Optimismus die Waage.
Ab 7:10 Uhr starteten die Altersklassenathleten mit 10 Minuten Abstand zum Profifeld am Jungfernstieg zur kurzen läuferischen Einstiegsrunde. Till Schaefer hielt sich optimal an die Vorgaben und wechselte bereits nach 23:38 Minuten aufs Rad. Dort musste der PVler auf den ersten 40 bis 50 km erstmal viele Mitstreiter überholen, die sich viel zu weit vorne eingereiht hatten. Großes Pech: Auf einer holprigen Kopfsteinpflasterpassage löste sich sein Radcomputer samt Wattanzeige, so dass der PVler nun weitgehend auf sein Körpergefühl hören musste. "Das schien aber recht gut zu sein, denn ich konnte in beiden 89 km langen Radrunden nahezu dieselbe Geschwindigkeit fahren", so der mehrfache Ironman im Rückblick.
Nach der ersten Runde im knapp 39er Schnitt kam jedoch von Betreuer Sven Bergner die Info, schneller zu fahren - obwohl sein Vereinskamerad bis dahin nur von einem Konkurrenten überholt worden war, selbst aber sehr viele andere Radfahrer eingesammelt hatte. Dementsprechend erhöhte Schaefer sein Tempo. Die zweiten 90 km fuhr er sogar komplett alleine, auf dem Deich weitgehend ohne Sichtkontakt zu vor oder hinter ihm fahrende Aspiranten. Zeit blieb für die Ernährung - am Ende des zweiten Rennabschnitts hatte Schaefer 14 Gels und 5 Flaschen Getränke zu sich genommen. Belohnt wurde der PVler mit einer für ihn grandiosen Radzeit von 4:36 Stunden, mit der er von Platz 19 knapp an die Top10 in seiner Altersklasse vorfahren konnte.
Nach dem zweiten Wechsel ging es an den abschließenden Marathon. Die erste Halbmarathondistanz lief Schaefer 'mit angezogener Handbremse' in einem Schnitt von 4:25 min/km, um nicht zu viele 'Körner' zu verbrauchen und auf der restlichen Strecke noch einzubrechen. Leider wurde sein Rhythmus dann doch durch einen Toilettengang und Bauchmuskelkrämpfe unterbrochen. Der PVler gab nicht auf. Bei Kilometer 25 die ernüchternde Nachricht, ab sofort alles zu riskieren. Till Schaefer kämpfte - auch getragen von dem begeisterten Hamburger Publikum - weiter, wohlwissend, dass es in einem Ironman immer wieder Höhen und Tiefen gibt. Tatsächlich brachen auch vor ihm liegende Konkurrenten ein und der PVler lief auf Platz 5 vor. Bis zum Ziel konnte lediglich ein Konkurrent noch vorbeiziehen, so dass der PVler am Ende mit einer Marathonzeit von 3:12:46 Stunden in 8:19:10 Std. auf dem 38. Platz gesamt und als Sechster von 214 Startern in der Ak 30–34 ins Ziel lief. Hochgerechnet mit Schwimmen wäre es eine Zeit um 8:49 Stunden und damit eine Verbesserung seiner Langdistanzzeit um 25 Minuten gekommen (IM Frankfurt 2017: 9:14 Stunden). Bei einer Schwimmzeit von 53 Minuten hätte es im Vergleich zu den vor ihm Platzierten zu Platz 3 gereicht. "Ein Wahnsinnsergebnis! Ich bin sehr stolz darauf und freue mich besonders, dass ich meine Renntaktik so konsequent umgesetzt habe", jubelte Till Schaefer im Ziel.
Ganz Deutschland stöhnt unter der Hitze und sehnt sich nach Sonne, Strand und Meer. Während viele Sportler ihre Aktivitäten gegen Null laufen lassen, gingen 82 Ultraläufer an den Start des erstmals in Bönen ausgetragenen 6-Stunden-Laufes. Die Hitze setzte den Teilnehmern vor allem in den letzten Stunden arg zu, weshalb der Veranstalter für ausreichend Kühlung gesorgt und an der Strecke viele Stationen mit Schwämmen und Wassereis platziert hatte.