Südafrika: Julia Rudack (PV) finisht Triathlon-WM im Mittelfeld
der der großen WM zur Nelson Mandela Bay in Port Elizabeth, Südafrika.
585 Jahre ist es her, dass erstmals die Zwiebelkirmes in Witten gefeiert wurde, auf immerhin ganze 40 Jahre konnte jetzt der "Zwiebelsackträgerstaffellauf" zurückblicken. Der Wettkampf ist schnell erklärt: eine Staffel mit vier Mutigen trägt einen Zwiebelsack über rund 400 m von der Sparkasse an der Ruhrstraße hoch bis hinter dem Burgkino und wieder zurück zum Start. Was für die Zuschauer nach einer Riesen-Gaudi aussieht, bedeutet für die Teilnehmer schon ein Stück Arbeit. Wiegen heute die Zwiebelsäcke zwischen 12 kg (Klasse 1 "Männliche Leichtathleten, Ruderer und Kanuten") und 5 kg (Klasse 7 "Gemischte Staffeln Freizeitsportler"), wog der schwerste Zwiebelsack vor 39 Jahren noch 25 kg und der Weg führte gar durch verschiedene Stadtteile Wittens.
Wie seit 15 Jahren ließ sich der PV-Triathlon Witten diese Kultveranstaltung Wittenes nicht entgehen und stellte eifrig Staffeln auf. Insgesamt sechs PV-Mannschaften, die sich Namen wie "PV orange power", "PV the best" oder "PV ganz viel Herz" gegeben hatten, gingen ins Rennen. Für viele PVler war es das erste Mal im Leben, dass sie einen Zwiebelsack schnellen Schrittens über eine Straße trugen. Auch das ist eine kleine Tradition beim PV: der letzte Staffelläufer der letzten PV-Staffel, der an diesem Tag ins Ziel lief, wurde von vielen PVlern 80 m vor dem Ziel erwartet und gemeinsam ins Ziel begleitet - in diesem Jahr wurde Ulla Drozdowski diese Ehre zuteil.
Der Spaß stand im Vordergrund, anstrengend wurde es unterwegs trotzdem, aber das Bad in der Menge im Zielbereich entschädigte schnell die Mühen. Das Tüpfelchen auf dem "i": mehrere PV-Staffeln erreichten Podestplätze und durften unter dem Jubel der zahlreichen Vereinskameraden auf die Bühne.

Silke Wienforth, langjährige und erfahrene Athletin vom PV-Triathlon Witten, ging jetzt das erste Mal bei einem Langdistanz-Schwimmwettkampf an den Start. Bei optimalen Wetterbedngungen - der Start stand noch 2 Tage zuvor wegen Blaualgenalarm in den Sternen - führte der Weg zusammen mit Anne und Willi Wilner sowie Verena Quiskamp (TTW) über 3,3 km durch den Unterbacher See in Düsseldorf. Alleine der starke Wasserpflanzenbewuchs im See trübte den Spaß etwas. "Auch wenn der eingefleischte Triathlet nach dem Schwimmen doch gerne noch aufs Rad gesprungen wäre, hat das Schwimmen sehr viel Spaß gemacht", meinte Silke Wienforth im Ziel.
Das Highlight der Saison für Anke Libuda hatte bereits stattgefunden: Ende Mai startete die Ultraläuferin vom PV-Triathlon Witten im Deutschen Nationaltrikot bei der Europameisterschaft im 24-Stunden-Lauf im rumänischen Timisoara. Hatte Anke Libuda im letzten Jahr noch die Weltmeisterschaft in Belfast/Irland nach sechs Stunden aufgrund starker Schmerzen abbrechen müssen, gelang ihr in
Rumänien der große Wurf: die PVlerin trug im Wonnemonat Mai mit einer Gesamtleistung von 216 Kilometern maßgeblich zur Silbermedaille für das deutsche Team bei. Die Deutsche Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf, die jetzt quasi vor der Haustür in Bottrop ausgetragen wurde, sollte für Anke Libuda nach der EM zum zweiten Saison-Highlight werden.
Elfrather See, Radfahren auf einer flachen, vom Verkehr völlig gesperrten Wendepunktstrecke und Laufen wiederum entlang des Elfrather Sees.