Marcus Ziemann bucht Hawaii
Marcus Ziemann, Ausdauersportler des PV-Triathlon Witten, hatte nicht immer Glück in seinem Leben. Vor einigen Jahren musste er sich einer schweren Operation unterziehen, bei der ihm ein Herzschrittmacher eingepflanzt wurde. Tragisch, dass sich im Nachhinein herausstellte, dass die Operation überflüssig war. Dieses Handicap lässt sich Marcus Ziemann jedoch nicht anmerken, fleißig trainiert er seit längerer Zeit auf den Wettkampf seines Lebens hin: einen Ironman über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Doch nun kam erheblicher Schwung in die Planung: Marcus Ziemann beteiligte sich bei einer Verlosung, bei der tatsächlich einige wenige Startplätze für den Ironman Hawaii zu gewinnen waren – und hatte Glück. "Ich habe ein Ticket für Hawaii gewonnen" berichtete er den staunenden Vereinskameraden. Eine Startberechtigung zu gewinnen ist das eine, sich körperlich...

Ingelore Köster vom PV-Triathlon Witten trat am Sonntag in Frankfurt am Main als amtierende Europameisterin über die Triathlon-Langdistanz (IRONMAN: 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,2 km Lauf) in der Altersklasse F 60 -65 an. Bei großer Hitze und mit 2 Blasen an den Füßen konnte sie diesen Titel mit einer Gesamtzeit von 15 Stunden, 15 Minuten und 53,8 Sekunden erfolgreich verteidigen. Doch mit ihrer Freude musste sich die Seriensiegerin (5. Sieg in Frankfurt in Folge) in diesem Jahr ungewohnt lange zurückhalten. Bis heute Mittag sah es so aus, als ob sie von der Britin Sheila Rice geschlagen wurde, die am Sonntag vor ihr am Frankfurter Römer in die Zielgasse einbog. Doch Kösters Betreuer waren sich von Anfang an sicher, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Schließlich kam Köster noch vor ihrer Rivalin aus dem Wasser, doch auf der zweiten Radrunde lag sie auf einmal hinter der Konkurrentin. Kurz vor der Siegerehrung am Montag kam dann die Erleichterung bei ihr und ihren Fans. Telefonisch wurde ihr übermittelt, dass laut Ergebnisliste auf der Homepage des Veranstalters ihre Rivalin Rice disqualifiziert wurde. Nahezu zeitgleich...
Am gestrigen Sonntag standen gleich vier Athletinnen des AVU...PV-Triathlon Teams in den Aufgeboten der Nationalmannschaften der Niederlande, aus Schweden und Deutschland. Die Niederländerin Neiske Becks und die Auszubildende Carolin Nordkamp starteten im Feld der Juniorinnen. "Das Schwimmen lief heute sehr gut für mich", freute sich Neiske Becks über die drittschnellste Schwimmzeit und eine gute Ausgangslage für das Radfahren. Nicht ganz so schnell war Carolin Nordkamp unterwegs. "Das Feld lag sehr dich zusammen, so dass meine 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze nach dem Schwimmen noch keine Vorentscheidung waren", berichtete die Nationalkaderathletin nach dem Rennen. Sie konnte nach einer hervorragenden Radleistung sogar als erste auf die Laufstrecke wechseln. Hier mussten aber sowohl Neiske Becks als auch Carolin Nordkamp der zuvor gebrachten Leistungen Tribut zollen. "Und dann kam auch noch die Hitze dazu", fanden beide das Laufen äußerst anstrengend. Abschließend konnten die beiden aber einen 11. (Neiske Becks) und einen 16. Platz (Carolin Nordkamp) für ihre Mannschaften einfahren und weiter Selbstvertrauen für die letzte Aufgabe in der Bundesliga sammeln. Beim Starterfeld der Elite mussten Anni Gustafson aus Schweden und Sarissa de Vries aus den Niederlanden nach guten Schwimm- und Radzeiten beim Laufen etwas abreißen lassen. So erreichte Sarissa de Vries den 37. und Anni Gustafson den 38. Platz. "Leider haben wir trotz schnellen Schwimmens nicht mehr die erste Gruppe erwischt. Und mussten so beim Radfahren viel arbeiten. Da war dann die Kraft fürs Laufen nicht mehr da", zeigte sich Anni Gustafson über den Rennverlauf enttäuscht. Nach dem Ausflug auf die internationale Bühne des Triathlons, wartet nun für die Starterinnen der Bundesligamannschaft des AVU...PV-Triathlon Teams in knapp zwei Wochen der letzte Saisonstart in der deutschen Triathlon Bundesliga.