Tim Siepmann, Ben Grabow, Lars Rose und Rena Siepmann beim Ländervergleichskampf in Koblenz
Kräftemessen auf Länderebene - die besten Nachwuchstriathleten aus NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland trafen sich in Koblenz auf Teilnehmer und Zuschauer. Auch bei diesem exponierten Wettkampf hatte der PV-Triathlon Witten wieder seine Asse am Start: mit Tim Siepmann, Lars Rose und Ben Grabow vertraten gleich drei PV-Nachwuchsathleten die Farben von Nordrhein-Westfalen in der Jugend A, Rena Siepmann vervollständigte das PV-Quartett mit ihrem Start in der Jugend B über 0,4 - 10 - 2,5.
PV-Jugend auf einem guten Weg

Ladies first - Rena Siepmann legte bei ihrem Einstand in ihrer Altersklasse TWJB im Feld von 13 Triathletinnen mit 5:33 min. über 400 m die schnellste Schwimmzeit vor und ging zusammen mit Carina Küstner (Kölner Triathlon Team 01/5:39 min.) und vier weiteren Triathletinnen in der ersten Radgruppe auf die Strecke von 10 km. 21:50 Minuten später fuhr die talentierte PVlerin wieder in die Wechselzone ein, um die letzten 2,5 Kilometer im schnellen Lauf zurück zu legen. Carina Küstner hatte die größeren Reserven und lief mit einer Zeit von 36:33 min. als Erste ins Ziel, Platz 2 gehörte aber Rena Siepmann mit einer Zielzeit von 36:45 min. vor Madleina Jahner (TuS Ahrweiler/36:58 min.).

Das PV-Trio Tim Siepmann, Lars Rose und Ben Grabow stand im Feld der 22 Jugend A-Starter vor den Distanzen 750 m schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Es lief nicht ganz so rund: Tim Siepmann verließ als bester PVler auf Platz 7 nach 9:16 min. das Becken, lag aber schon 25 Sekunden hinter der nationalen Spitze. Lars Rose folgte eine Sekunde später, Ben Grabow kam als 14. nach 9:44 min. aus dem Wasser. Während der Wechsel bei Lars Rose und Ben Grabow passabel lief, verlor Tim Siepmann in der Wechselzone einen Schuh und damit den Anschluss an die Spitzengruppe. Mit Lars Rose ging der PVler in der zweiten Radgruppe auf die Strecke, Ben Grabow nahm das Rennen in der dritten Radgruppe auf. Da die zweite Radgruppe nicht harmonierte, vergrößerte sich die der anfängliche Rückstand auf über eine Minute, so dass die dritte Radgruppe sogar in die zweite Radgruppe auffuhr.
Die drei PVler nutzten dann aber den abschließenden Lauf über 5 Kilometer, um ihr Ergebnis noch zu verbessern. Tim Siepmann stürmte mit der besten Laufzeit des Tages von 17:00 Minuten noch auf Platz 5, Lars Rose verbesserte sein Ergebnis mit mit der 6. Laufzeit des Feldes von 17:29 min noch auf Gesamtplatz 7 und Ben Grabow schaffte mit der neuntschnellsten Zeit von 18:34 min. mit Platz 9 noch eine Platzierung unter den Top-ten. Fazit von Trainerin Grit Weinert: "Es ist zwar noch Sand im Getriebe, aber der Ehrgeiz ist da."
Anlage: Fotos Siegerehrung Rena Siepmann, Tim Siepmann hinter NRW-Starter Anton Schiffer (PSV Brühl, 6. gesamt



Während Silke Wienforth die Strecke über 30 km und drei Halden mit 924 Höhenmeter gemeinsam mit Hans-Jürgen Weber von den Holstenbummler Kiel wählte, sagte Anke Libuda die längste Distanz über 58 Kilometer mit der doppelten Zahl an Halden-Überquerungen und 1654 Höhenmeter zu. Auch bei diesem Traillauf gab es mit 'single trails' Abschnitte, bei denen sich die Teilnehmer einen Weg durch die Natur suchen mussten. "Bei Kilometer 50 stand ich so knietief in einem Bach. Wenigstens waren die Schuhe danach wieder sauber - zumindest bis zur nächsten Matsch-Passage", sieht Anke Libuda die unvermeidliche Bachüberquerung positiv. Sieben Kilometer vor dem Ziel boten die eifrigen Helfer saarländische Spezialitäten wie Dibbelabbes, Cremant und Schwenkbrot an - nicht alles wollte Silke Wienforth probieren: "Das Ur-Pilsener habe ich lieber mal stehen lassen." Die Platzierungen waren für das Lauf-Trio zweitrangig, das Lauferleben stand im Vordergrund, trotzdem sei festgehalten, dass Anke Libuda in 7:02 Std. auf Platz 7 der W35 und Silke Wienforth und Hans-Jürgen Weber in 4:07 Std. als 23. bzw. 141. der Ak45 liefen.
Mehr als 4000 Läufer/innen aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet, davon 1600 für den Halbmarathon und 10-km-Lauf. Der Veranstalter hatte mit 23 'Eventpoints' für eine abwechslungsreiche Strecke in der naturreichen Region rund um Coesfeld gesorgt, die ihrerseits durch eine wellige Form und viel Wind die Teilnehmer forderte.
Start für rund 60 Fahrer war Freitagabend um 21:00 Uhr bei zwar frischen Temperaturen, aber erstmal niederschlagsfrei und relativ windstill. Nils Brüchert-Pastor schaffte es, bis gegen 4:30 Uhr gemeinsam mit einer 10er Gruppe zu fahren und die Kontrolle am Arnsberger Wald zu passieren. "Gerade in der Nacht ist es sehr angenehm, in einer Gruppe zu fahren, um besser zu sehen aber vor allem auch gesehen zu werden", erläutert der ausdauernde Athlet vom PV-Triathlon Witten. Die zweiten 200 Km legte der PVler alleine zurück. Leider setzte ab dem frühen Morgen etwas Regen ein, begleitet von heftigem Gegenwind auf den letzten 100 Kilometern. Nils Brüchert-Pastor finishte jedoch 10 Minuten hinter einer Zweiergruppe als dritter Teilnehmer des Feldes. Die Uhr zeigte 12:21 Uhr, mit 15:21 Stunden für 419 Kilometer war der PVler schneller gefahren als erhofft und kam so auch schneller unter die wohlverdiente heisse Dusche.