Herdecker Nikolauslauf 2018: Spaß und Erfolge um den Hengsteysee - Andreas Giersberg finisht Marathon in Bertlich

Ein kleines Jubiläum konnte der Herdecker Nikolauslauf am ersten Adventswochenende feiern: der vom Herdecker Ruderclub organisierte 9,6 km-Lauf um den Hengsteysee wurde zum 35. Mal ausgetragen. Insgesamt 831 Läufer feierten bei angenehm kühlen Temperaturen auf sportliche Weise mit, darunter auch 35 Athleten vom PV-Triathlon Witten. Viele Pvler werden am kommenden Sonntag beim 28. Wittener Weihnachtslauf als Helfer an der Strecke entlang der Wittener Innenstadt stehen.
Wie bereits im vergangenen Jahr holten die PVler wieder einige Podiumsplätze oder erreichten persönliche Bestzeiten:
Die PV-Nase vorn hatte Nils Brüchert-Pastor mit einer Zeit von 39:19 min. als 43. des Gesamteinlaufs, gleichbedeutend mit Platz 8.
der M45 und einer Verbesserung um fast zwei Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Ihm folgten Marcel Rexin (43:28/12. M40) und Julia Rudack (Foto) als schnellste PVlerin in 43:59 min. als 5. WHK. Den 9. Platz in derselben Klasse holte sich Yvonne Schreiber - die PVlerin finishte nach 47:32 min. und damit fast zeitgleich mit Jan Rüger (28. MHK).
Unter der 50 Minuten-Grenze blieben auch PV-Urgestein Martin Herrmann nach sieben Jahren Wettkampfpause über diese Distanz in 47:59 min. als 11. M60, gefolgt von Andrea Halbe in 48:53 min. als 6. W50. Gleichmäßig gut liefen drei weitere „M60er“ knapp unter 50 Minuten: Uli Pfalz, Matthias Dix und Hans-Peter Otto liefen auf die Plätze 14 bis 16. Aline Watson überquerte die Ziellinie in 51:51 min. als 9. W50 zusammen mit Ricarda Denner, die es mit dieser Zeit als Dritte W55 auf das Siegerpodest schaffte. Da durfte sich auch Anne Heibing als Dritte W60 (52:29 min.) bei der Siegerehrung hinstellen und zudem eine Auszeichnung für ihre 25. Teilnahme am Nikolauslauf entgegennehmen.
Ganz oben auf dem Treppchen natürlich wieder der Platz für die ewig-junge Helga Groß. Obwohl in diesem Jahr knapp drei Minuten länger unterwegs, verteidigte sie ihren ersten Platz aus dem Vorjahr in der Altersklasse W75 mit einer Zeit von 1:04 Std. Weitere Top-ten-Platzierungen in ihren Altersklassen holten Melanie Hartung (9. W30/54:24) zeitgleich mit Silke Schönefeld als 10. W45.
Weitere Ergebnisse:
Marco Schönefeld (54:22), Klaus Kordel (54:25), Andrea Hasselberg, Christiane Hellmonds und Philipp Riedener (alle 55:39), Anke Retzlik (56:27), Ulrike Hauck und Peter Krawczyk (beide 56:39), Paul Watson (57:52), Claudia Rüger (58:45), Sabine Zenerino und Karin Gottwald (beide 58:55), Roland Hasselberg (1:00 Std.), Manuela Müller-Brzuska (erster 10er!), Eva Poell und Jola Lorenz (alle 1:04) und Stefanie und Florian Wirkert (1:11). Als Walkerin verbesserte Brigitte Hartig ihre Zeit aus dem vergangenen Jahr und rundete das gute Abschneiden der PVler in 1:23 Std. ab.
Bei Tee und Kuchen konnten sich die Läufer anschließend im Clubhaus der Ruderer je nach Empfinden abkühlen oder aufwärmen und die verbrannten Kalorienspeicher wieder auffüllen. Somit ist der Nikolauslauf nicht nur ein beliebter Lauf, sondern für viele Läufer auch ein traditioneller Auftakt in die Adventszeit.
Marathon im Regen: Andreas Giersberg
Für seinen letzten Marathon im Jahr 2018 hat sich PV-Ultraläufer Andreas Giersberg die 106. Bertlicher Strassenläufe ausgesucht. Eine im Sommer schon recht einsame Strecke blieb erst recht bei Dauerregen genügend Platz für die ca. 30 Starter auf dem drei Runden-Kurs. Nach 42,195 nassen Kilometern erreichte Andreas Giersberg das Ziel nach 3:57 Std. "Die liebevoll organisierte familiäre Veranstaltung und der Kuchen danach ließen den Regen schnell vergessen", fand Andreas Giersberg im Ziel.

Große Resonanz in Läuferkreisen fand auch in diesem Jahr wieder der Blumensaat-Lauf in Essen. Trotz der nicht so angenehmen Wetterbedingungen mit Nieselregen und 2 Grad Außenstemperatur gingen über die angebotenen 10 km und dem Halbmarathon über 1000 Starter ins Rennen.

Mit 40 Teilnehmern - unter ihnen ein Gruppe Läufer vom TTW - ging es per Bus von Witten aus in die Nachbarstadt. Der Wettergott spielte mit und bescherte den Teilnehmern Sonne bei angenehmen Lauftemperaturen. Nach dem obligartorischen Gruppenfoto an der U-Bahn-Station 'Jahrhunderthalle' nahm die große Gruppe die rund 16 km lange Strecke über die Erzbergtrasse zur Zeche Zollverein unter ihre Füße oder stieg 10 km vor dem Ziel in den entspannten Lauf ein. Neues Gelände erkundete dabei unfreiwillig eine Gruppe um Mentor Matthias Dix, die eine Abzweigung verpasste und ihren Lauf so auf 18 km ausdehnte. Bemerkenswert, dass auch viele Teilnehmer des Anfänger-Laufkurses nach nunmehr 11 Monaten Aufbau 'lächelnd ins Ziel' liefen.
Der Lauf fand traditionell seinen Abschluss mit einer Fahrt auf der größten freistehenden Rolltreppe Deutschlands 24 m hoch zur obersten Etage der umgebauten Kohlenwäsche.

Ordentlich 'Rückenwind' entlang der Bahnhofstraße geben alljährlich viele hundert Zuschauer, die mit Beifall, Trommeln und Glocken für die richtige Stimmung sorgen. Viele Läufer kleiden sich der Vorweihnachtszeit entsprechend und gehen kostümiert in den Lauf. Für das schönste Kostüm und die teilnehmerstärkste Gruppe winken Preise wie auch auf die Sieger der Plätze 1 bis 3 gesamt und der Altersklassen. Traditionell wird ein Teil der Einnahmen für einen guten Zweck gespendet. Gemäß der Devise "Lächelnd ins Ziel" ist der Weihnachtslauf dann nach sechs Runden geschafft.
"Das waren heute zwei entspannte Runden zum Jahresende und es lief alles ohne Probleme" meinte Andreas Giersberg im Ziel des Herbstwaldlaufes. "Entspannte Runden" haben für den Ultraläufer vom PV-Triathlon Witten für gewöhnlich eine andere Dimension als für den 'Durchschnittsjogger': bei einer Runde von 25 km durch den herrlichen Herbstwald Bottrops kamen so 50 km gesamt zusammen. Mit einer Zwischenzeit von 2:12 Stunden für die erste Runde finishte der PVler schließlich mit einer Gesamtzeit von 4:40 Std. als 23. M50. Eine Woche zuvor hatte Andreas Giersberg erst den bergigen Röntgenlauf in Remscheid über 63 km erfolgreich gefinisht.