Westfälischen Crosslaufmeisterschaften in Herten - PV-Nachwuchs erfolgreich!
Zwei Herausforderungen bestimmten die Westfälischen Crossmeisterschaften in Herten: neben einer abwechslungsreichen, aber anspruchsvollen Strecke über Asche, Rasen, Split, Wurzeln und zeitweise einer Finnenbahn spielte in diesem Jahr das kalte, aber zum Glück trockene Winterwetter um 9 Grad - mit gefühlten 0 Grad - und böigem Wind eine besondere Rolle. Wie so oft, wenn es zu einem Kräftevergleich auf regionaler und überregionaler Ebene hinsichtlich Schwimmen, Radfahren oder Laufen kommt, sind auch die (Nachwuchs-)Athleten vom PV-Triathlon Witten am Start. Bei den Westfälischen Corssmeisterschaften vertraten die jungen PVler die Farben des Triathlon-Landesverbandes NRWTV - mit Erfolg: Tim Siepmann errang über 2500 m in der Gruppe der 13jährigen den 3. Platz, Lars Rose lief in der Gruppe der 12jährigen über die gleiche Distanz auf den siebten Platz. Außer Konkurrenz starteten Lisa Rose und Til Erlemann über 3100 m. Hanna Rose, als Betreuerin in Herten, freute sich: "Ein tolles Rennen, es hat allen viel Spaß gemacht!"

Stefan Send vom PV-Triathlon Witten stellte sich im August der Herausforderung Paris-Brest-Paris. Er ist seit 1994 Mitglied beim PV-Triathlon - neben mehreren großen Radmarathons, u.A. Trondheim-Oslo und Transalp, hat er auch schon an Marathon und Ironman-Wettkämpfen teilgenommen. Für die Qualifikation an Paris-Brest-Paris ist die erfolgreiche Teilnahme an Radmarathons (sog. Brevets) über 200km, 300km, 400km sowie 600km vorzuweisen. Die nötigen Brevets sammelte Stefan von März bis Juni 2011 - neben der Qualifikation gleichzeitig ein willkommenes Training. Des Weiteren gehörten regelmäßig lange Radausfahrten und RTFs (Rad Touristik Fahrten) an den Wochenenden fest zu seinem Trainingsprogramm.
Bei guten Wetterbedingungen ging am vergangenen Sonntag Mark Köster beim Ironman Arizona an den Start - 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen erwarteten den 32-jährigen Wittener. Über 2500 Athleten verwandelten zunächst den Tempe Town Lake in eine "Waschmaschine", wie Mark Köster es treffend beschreibt. "Das Wasser war zwar etwas kühl, das hat mich aber nicht all zu sehr gestört, da ich durch das Freiwassertraining im Pazifik daran gewöhnt bin.", so Köster. Die fast vollkommen flache Radstrecke führte anschließend über drei Runden durch ein angrenzendes Indianerreservat. Bei Temperaturen um 17 Grad und mäßigem Wind herrschten hier nahezu perfekte Bedingungen. Im Ganzen zeigt sich Köster mit der Radzeit von 5:22 Stunden zufrieden, wenn es auch nach hinten raus anstregend wurde: "Durch das lange Fahren in geduckter Aero-Position bekam ich Schmerzen im unteren Rücken und Gesäß und die Beine wurden auch langsam schwer." Doch es waren noch genügend Ausdauerreserven übrig, um den abschließenden Marathonlauf um den Tempe Town Lake mit einer guten Zeit zu absolvieren. Zwar wurde es gegen Ende richtig hart, wie Köster berichtet, doch gelang ihm eine Marathonzeit von 3:57 Stunden. Er habe nochmal "alles gegeben" - dem entsprechend ist er mit dem Gesamtergebnis von 10:53 Stunden und Platz 350 von 2500 Athleten sehr zufrieden. Die nächsten Wochen ist Erholung angesagt: "Nun ist erstmal Saisonpause und bis Weihnachten kein richtiges Training."
Besonders eilig hatte es auch Pascal Czollmann bei bei der 46. Auflage des Dortmunder Westfalenparklaufs. "Das Wetter war ja perfekt für den Lauf, die Strecke allerdings auch anspruchsvoll mit einem Anstieg über rund 300 m, der insgesamt achtmal bewältigt werden mußte. Ich wollte mich daher den ersten Kilometer bewusst etwas zurückgehalten, der trotzdem in 3:37 min. verflog." Pascal Czollmann zu dem Zeitpunkt bereits auf Position 7 und konnte sich gegen Ende der 2. Runde auf Position 6 verbessern. "Die 'jungen Spunde' von der LGO Dortmund waren da schon über alle Berge, ich hielt das Tempo hoch und sicherte Platz 6 ab." Auf den letzten zwei Runden hieß es dann für den Läufer des PV-Triathlon Witten ordentlich "beißen", um eine möglichst gute Zeit heraus zu holen. Pascal Czollmann hatte den richtigen Biß: als 6. gesamt und Sieger der M30 finishte er in 36:16 min.
Wie Pascal Czollmann durfte sich auch der PV-Nachwuchs über schöne Erfolge freuen: Amelie Haag startete bei den Schülerinnnen in der W8 über 1.100 m und wurde in 4:56 min. Fünfte. Rena Siepmann lief die geforderten 1.320 m in genau 5:00 min. und war damit Schnellste der W10. Jonathan Haag, Jahrgang 2005, wurde am Ende des Bambinilaufs mit einer Siegerurkunde belohnt.