"Mein bisher härtestes Rennen ever - whow!", Dr. Roman Leischik, Athlet des PV-Triathlon Witten, hat nach dem ironman in Abu Dhabi jetzt mit dem ironman Süd-Afrika einen Wettkampf der besonderen Art absolviert. Neben dem Kampf gegen die Strecke eines ironman galt es, sich gegen die stürmischen Naturgewalten durchzusetzen: "Beim Schwimmen habe ich mich tatsächlich seekrank gefühlt, beim Radfahren mußte ich gegen den Wind kämpfen und beim Laufen bin ich tatsächlich öfters über meine eigenen Beine gestolpert, wenn diese von einer Windboe erwischt wurden."
Dabei war das Wetter beim warm-up für den Weltreisenden in Sachen Sport und Medizin eine Woche vor dem Rennen noch angenehm mild. Der Wetterbericht ließ jedoch nichts Gutes erahnen und tatsächlich zog in der Nacht vor dem Ultratriathlon ein Sturmtief mit Regen und Sturm auf, das in Deutschland seinesgleichen gesucht hätte. Folge für den ironman: die Wasssertemperatur kühlte sich auf 17 Grad runter, so dass bei der Schwimmdisziplin am nächsten Morgen einige Teilnehmer trotz Neoprenanzug wegen Unterkühlung von den Helfern rausgefischt werden mußten. Regen und Sturm waren auch auf der Radstrecke ständige Begleiter. Roman Leischik: "Der Gegenwind war zum Teil so stark, dass das Rad förmlich stand." Besonders gefährlich zeigten sich auch die Böen, die von der Seite auf die Radfahrer trafen und die Athleten fast vom Rad fegten. "Ich dachte, dass der Veranstalter das Rennen abbrechen würde", machte sich der Vereinsarzt des PV-Triathlon Witten seine Gedanken, ob die Sicherheit des Wettkampfes noch gewährleistet war. Nach 6:40 Std. der Wechsel zum Laufen und auch auf dem abschließenden Marathon spielte der Wind wieder eine besondere Rolle: "Zwischen den Häusern stürmste es so, dass die Beine im Laufen verwirbelt wurden. Kurze sonnige Episoden hauchten mir das Leben zurück. Fantastisch das Publikum, das mit Musik, Tanz und Animation trotz Regen und Sturm die zukünftigen ironman begeistert anfeuerte. Ohne diese Hilfe und die Unterstützung meiner Frau und meiner Tochter hätte ich es wohl kaum geschafft." Von seinen sechs Langdistanzrennen wertete Roman Leischik den ironman Süd-Afrika als das härteste. Roman Leischik finishte als 30. von 100 Männern in einer Zeit von 13:26 Stunden als 28. seiner 120 Athleten umfassenden Altersklasse und Gesamt 553. von 1818 Startern, ca. 20 % der Starter erreichten nicht die Ziellinie.