Oliver Schoiber gewinnt Preussen-100er-Lauf am Kemnader Stausee
Wilfried Leonhard als Sieger M50 nach 10:14 Std. im Ziel
Gewohnt früh aufstehen hieß es für Wilfried Leonhard und Oliver Schoiber am vergangenen Sonntag. Die beiden extremen Ausdauerläufer des PV-Triathlon Witten hatten sich den "Preussen-100er" vorgenommen. Nicht zum ersten Mal, dass die beiden PVler einen Lauf über 100 km absolvierten. Dabei war sich Oliver Schoiber vor dem Lauf gar nicht sicher, ob er erneut das 'Abenteuer 100 km' wagen sollte, mußte doch der
Veranstalter DJK Preussen Bochum die geplanten 10 Runden um den Kemnader Stausee wegen der immer noch bestehenden Sperrung des Wehrs in je zehn 5,5 Kilometer- und 4,5 Kilometerrunden ändern. "Da aber auch der Wetterbericht für den Sonntag paßte, sagte ich mir 'geplant ist geplant' und stellte mir den Wecker auf 4 Uhr. Warum müssen diese Läufe bloß immer so früh beginnen? Immerhin findet man um diese Zeit noch einen guten Parkplatz, damit der Weg später vom Ziel zum Auto nicht so weit ist", hatte der PVler kalkuliert. Keine großen Gedanken hatte er sich jedoch um sein Tempo gemacht. "Ich lief erstmal los und ließ mich von der Gruppe treiben, teilweise sogar im 4:30er Schnitt. Irgendwie packte mich dann der Ehrgeiz. Mein Kopf war frei, die Beine fühlten sich gut an. 'No risk, no fun' dachte ich mir und lief die ersten 5,5 km in einer Zeit von 22:45 min." Großer Schreck jedoch in der zweiten Runde, plötzlich waren keine Streckenmarkierungen mehr zu sehen. Mit Hilfe der Organisatoren fand Oliver Schoiber auf den rechten Weg zurück, setzte den aufkommenden Ärger über den Fauxpax sogar in Geschwindigkeit um. Seine Zwischenzeit nach 10 Kilometer: 45:30 min., bei 20 km registrierte die Uhr eine Zwischenzeit von 1:31 Std. "Mir ging es immer noch gut, aber ich wartete jeden Moment darauf, dass mir irgendein Körperteil mitteilt, daß ich langsamer laufen muß. Nichts kam, Kopf gut, Beine gut, weiter", erinnert sich der PVler. Unbeirrt drehte er weiterhin seine Runden, jeweils eine lange bei grader Rundenzahl und eine kurze Runde bei ungrader. Als die Helfer ihm seine augenblickliche Platzierung als Spitzenreiter im Feld der 36 Starter hatte sich der lockere Lauf zu einem Tempolauf entwickelt. Die ersten 50 Kilometer erreichte der Wittener mit österreichischen Wurzeln mit einer Durchgangszeit von 3:56 Std. und konnte es selber kaum glauben, eine realistische Endzeit von
unter 9 Stunden kam in Sicht. Da sich langsam die Beine bemerkbar machen, der Puls aber noch im grünen Bereich lag, reduziert er sein Tempo und lief die nächsten 20 Kilometer mit einem 5:30er Schnitt. "Die letzten 30 Kilometer, große Runde, kleine Runde, die Hamsterradnummer wurde mittlerweile echt anstrengend, ich reduzierte meine Geschwindigkeit ein weiteres Mal auf einen 6:00er Schnitt. Irgendwann bin ich rechts rausgelaufen und habe mir tatsächlich an einem Kiosk zwei Wassereis gekauft - unglaublich lecker." Dann kam die letzte große und kleine Runde. "Das innere Lächeln meldete sich bei Kilometer 96, ich genoß jetzt jeden Schritt und konnte es dann im Ziel noch gar nicht fassen, dass ich durch war." Oliver Schoiber hatte den 100 km-Lauf mit einer Zeit von 8:47:24 Std. gewonnen. Sein Fazit am Abend: "Der Tag war super und wird mir sicherlich noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Obwohl Regeneration aus meiner Sicht völlig überbewertet ist, wird jetzt pausiert. Dreimal 100 Kilometer in vier Wochen sind genug. Ende August starte ich beim Hunsrückmarathon, nur 42,195 km..." Sein Vereinskamerad Wilfried Leonhard hatte mit Blasen und seiner Verdauung zu kämpfen, absolvierte die 100 km aber in einer immer noch guten Zeit von 10:14 Std. als Bester seiner Altersklasse M50.
Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=1X62AfKO8Kc

leist, Gerd Schattanik, Ulla Ostrowski-Wenzel und Wilm Lutter. "Die Strecke war schon außergewöhnlich, nach dem Start liefen wir über die Reeperbahn zu den Landungsbrücken, am Fischmarkt vorbei Richtung Außen-Alster. Vor allem der Start war toll: obwohl alle vier Fahrspuren für die Läufer reserviert waren, dauerte es nach dem Startschuss bis zu fünf Minuten, bis alle die Zeitnahmematte überquert hatten. Das Publikum? Von wegen 'sture Hamburger', die machten Stimmung wie beim Kölner Rosenmontagszug!" berichtet Barbara Kleist begeistert. Speziell für sie und Ingelore Köster löste der Blick auf die Ergebnisliste nochmal große Freude aus: Barbara Kleist war Dritte der W60 in 2:10:21 Std. und Ingelore Köster Dritte der W65 in 2:16:37 Std. Wilhelm Lutter brauchte als 48. M60 2:18 Std, Gerd Schattanik 2:22 Std. (118. M55) und Ulla Ostrowski-Wenzel 2:24 Std. (55. W50). Aline Watson von SG Demag hatte mit 2:07:10 Std. die schnellste Zeit als 91. W40 vorgelegt.
Frage nach der Platzierung der PVler Jörg und Bruno Brahmann, Maurice Keller, Gerald Petri und David Schönherr brauchte nicht lange auf eine Antwort zu warten: alle PVler kamen unter die TopTen ihrer jeweiligen Altersgruppe!