Nils Brüchert-Pastor finisht 24. Jungfraumarathon in der Schweiz
Nils Brüchert-Pastor absolvierte schon an vielen außergewöhnlichen Stellen dieser Welt einen Marathon. Spektakulär die Strecken unter der heißen Sonne von Wüsten, 42,195 km in einem Gefängnis und unter der Erde in einem Bergwerk. Am Ende seines Marathonlebens hat sich der Athlet vom PV-Triathlon Witten den seit Jahren oft von vielen Laufbegeisterten als schönsten Marathon bezeichneten 'Jungfraumarathon' in der Schweiz ausgesucht. Sein persönlicher Laufhöhepunkt führte ihn im wahrsten Sinne des Wortes nochmal hoch hinaus.Der bekannte Marathon startet im Berneroberland in Interlaken auf 568 m Höhe, verläuft dann die ersten 10 km flach zum Teil am Brienzersee entlang und geht dann mit einigen schon recht knackigen Anstiegen nach Lauterbrunnen auf 795 m Höhe, wo nach 21,1 km die Hälfte der Strecke erreicht ist. Vier Kilometer lang können die Marathonis eine flache Strecke zum Durchatmen nutzen. Die eigentliche Herausforderung beginnt bei Kilometer 25, warten doch auf den nächsten 15 Kilometer verteilt über 1.600 Höhenmetern - durchschnittlich etwa 11 % Steigung, zum Teil auf extrem steilen Gelände hoch nach Wengwald. Als Höhepunkt führt der Weg über die Muräne am Fuße des Eigergletschers auf 2.320 Meter Höhe, bevor die letzten 1,5 km wieder etwas hinunter zur Kleinen Scheidegg auf 2.061 Meter führen.
Das Wetter zeigte sich wie die ganzen Tage zuvor schon von seiner besten Seite, blauer Himmel und Sonnenschein pur, so dass schon am Start um 9:00 Uhr die über 4.000 Läufer ins Schwitzen kamen und später am Berg für jede Abkühlung, gereicht durch viele Helfer, dankbar waren. "Die Begeisterung an der Strecke und die Unterstützung durch die vielen Helfer dieses wirklich hervorragenden Laufevents ist wirklich vorbildlich und macht diesen Lauf nicht nur von der Kulisse her zu einem ganz besonderen Erlebnis", schwärmte Nils Brüchert-Pastor im Ziel.
Der Sieger lief nach 3:00:11 Stunden über die Ziellinie. Zu dieser Zeit kämpfte sich Nils Brüchert-Pastor noch tapfer den Berg hoch. Den Halbmarathon hatte er wohl wissend der noch kommenden Strapazen moderat in 1:57 Stunden zurückgelegt, benötigte dann jedoch noch einmal fast 4 Stunden für die zweite Hälfte des Marathons. „Ich wusste gar nicht, dass man so langsam den Berg hochgehen kann.“
Ziemlich erschöpft lief der PVler als 2046. nach 5:53 Std. über die Ziellinie. Bis dahin hatte gerade einaml die Hälfte des Feldes das Ziel dieses sehr anspruchsvollen, aber auch reizvollen Marathon erreicht. Hinter der Ziellinie wartete nicht nur die verdiente Medaille, sondern neben natürlich auch eine riesen Tafel Schokolade für jeden Finisher als Stärkung. Danach wartete die erfrischende Dusche.

Während ihre Mannschaftskameraden vom PV-Triathlon Witten in Ratingen und Dortmund um Zeiten und Plätze kämpften, machte sich Vanessa Rösler nach Münster auf, um dort zum ersten Mal den Münstermarathon zu laufen. Die Athletin aus der schwarz-gelben Stadt hatte schon so viel Positives über den Lauf gehört, dass sie jetzt endlich einmal selbst in der Bischofstadt starten wollte. Ihr erster Eindruck: der Münster-Marathon ist nicht groß und “überbevölkert“ wie ein Berlin Marathon, aber auch nicht so ruhig wie ein Essen-Marathon rund um den Baldeneysee, aber mit einer riesen Stimmung auf einer Strecke, gemischt als Städte- und Landschaftsmarathon.
Zum Abschluss der Triathlonsaison wollten viele Athleten aus NRW entscheiden, wem der Titel des NRW-Meisters gebührt. Bei sonnigem und warmen Wetter führte der Weg daher nach Vreden zur Landesmeisterschaft. Natürlich war auch der PV-Triathlon Witten mit vielen Erwachsenen und seiner großen Nachwuchsabteilung am Start.

