Flori Drozdowski finisht South Beach Triathlon in Miami
Auch im Traumurlaub in Miami wollte Florian Drozdowski vom PV-Triathlon Witten nicht ganz auf seinen Triathlonsport verzichten, zumal 'gleich um die Ecke' der große "South Beach Triathlon" veranstaltet wurde. Warme Sonne, ein herrlicher Strand... so die Erwartung, tatsächlich über-erfüllte Petrus die Vorstellungen der Triathleten. "Es war die Tage schon relativ warm, doch als wir heute früh um Viertel vor 6 die Hoteltür öffneten, dachten wir, wir können die Luft schneiden. Zudem war auch Gewitter vorhergesagt und der Wind blies kräftig", berichtet der PVler.
Der Veranstalter hatte bereits am Vortag die geplante Schwimmstrecke aufgrund der aufkommenden starken Strömung geändert. Am Wettkampfmorgen stellte er es den Teilnehmern dann sogar frei, das Schwimmen zu streichen und den Wettkampf als Duathlon zu absolvieren. Der starke Wind und die entsprechend hohen Wellen flössten dem Wittener auch gehörigen Respekt ein, doch der PVler stellte sich der Herausforderung. "Es lief dann deutlich besser als erwartet und auch Radfahren und Laufen konnte ich mit einem guten Gefühl absovlieren", so Florian Drozdowski, der schließlich nach 800 m schwimmen, 32 km auf dem Rad und 6,5 km Laufen mit einer Zeit von 2:02:53 Std. sehr zufrieden als 112. von 595 gesamt und 16. von 40 in der Altersgruppe M30 über die Ziellinie lief.


Eine Marathonzeit von 6:44 Stunden steht normalerweise nicht für eine Erfolgsmeldung, es sei denn, der Teilnehmer heißt Andreas Giersberg und der Weg führte über die Chinesische Mauer. "Schneller war nicht möglich", meinte der äußerst lauferfahrene Athlet vom PV-Triathlon Witten. Nur eine Woche nach seinem 60 km-Lauf in Osnabrück schnürte der PVler seine Laufschuhe erneut, dieses Mal viele tausend Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Erdkugel in Peking. Obwohl Andreas Giersberg schon Marathonläufe auf vielen Erdteilen der Welt absolviert hat, toppte der Lauf über die Chinesische Mauer seine bisherigen Erfahrungen: "Der Lauf war einfach hervorragend, ich wüsste nicht, womit ich den vergleichen könnte!"
Bei Traumwetter mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen von 20 Grad gingen 1200 Teilnehmer ins Rennen. Mit 42 % der Starter kam fast die Hälfte aus dem Ausland. Der Weg führte vom Start weg gleich vier Kilometer bergauf bis auf die legendäre Mauer. Ab da liefen die Marathonis im 'Pendelverkehr' über 10 km, die es aber in sich hatten. Es gab nur zwei Zustände: bergauf oder bergab. Über unzählige Stufen - laut Reiseleiter waren es an die 20.000 - wurden auch Abschnitte mit einer Steigung von 80 Prozent bewältigt, und das in jede Richtung, einmal hoch und später wieder runter. Die niedrigste Gangart, so Andreas Giersberg, war streckenweise nur auf 'allen vieren'. Besondere Obacht war außerdem bei den vielen Wachtürmen geboten, die nur über tiefe Decken verfügten. Auch 'normale' Abschnitte ließen ein geordnetes Laufen nur im begrenzten Umfang zu, so dass der Marathonlauf sich doch eher als Wandern mit kleinen Laufeinlagen erwies.
Die letzten Kilometer zurück zum Ziel verliefen dann in einer großen Runde über teils wieder sehr steile Trails durch Felder und kleine Dörfer. "Alle waren begeistert über diese einzigartige Strecke, aber auch über die überaus freundlichen Helfern an den Verpflegungspunkten, die jeden Teilnehmer herzlich begrüssten", schilderte Andeas Giersberg begeistert seine Eindrücke.
