Kamen: Landes- und Regionalliga kämpfen mit den Umständen
Im Rahmen des 29. Sparkassentriathlons in Kamen waren die Landes- und die Regionalligamannschaft vom Triathlon TEAM TG Witten im Einsatz. Bei angenehmen Temperaturen, nicht zu starkem Sonnenschein und trockenen Straßenverhältnissen hatten die Athleten dennoch mit den Umständen hart zu kämpfen.
Den Anfang machte die Landesliga, die mit Marius Kruza, Michael Gebauer, Marcus Dick-Cortmann und Sebastian Lehmann bereits um 10 Uhr das Rennen aufnahm. Während Dick-Cortmann und Kruza sehr gute Leistungen in der ersten Disziplin erzielten, lief es für Gebauer und Lehmann von Anfang an nicht rund. Doch das Unheil sollte seinen Lauf nehmen: Dick-Cortmann stürzte kurz vor dem zweiten Wechsel in guter Position liegend schwer, nachdem er seinem Vordermann nur in höchster Not ausweichen konnte. Er versuchte noch, das Rennen fortzusetzen, doch ein blutüberströmter Fuß in Folge einer tiefen Fleischwunde ließ ihn aus der Wechselzone nicht auf die abschließenden zehn Laufkilometer gehen, sondern den Weg in die Kamener Notfallambulanz antreten.

Kruza konnte sich auf dem Rad zunächst weiter nach vorne arbeiten, ärgerlicherweise zog er sich eine Zeitstrafe zu, die ihn wieder zurückwarf. Dazu kamen Krämpfe beim Laufen, so dass am Ende der 40. Platz stand. "Schade, das Schwimmen lief so gut und auch auf dem Rad hatte ich keine Probleme, aber beim Laufen ging heute nicht viel." Ähnlich erging es Gebauer und Lehmann, die beide im Ziel mit ihren Leistungen nicht zufrieden waren. Durch einen technischen Fehler wurde Lehmann nicht in der Ergebnisliste erfasst, so dass ein 22. Platz in der Endabrechnung stand, ein Ergebnis, mit dem keiner zufrieden sein konnte. "Ein gebrauchter Tag", stöhnten die vier, "aber beim nächsten Mal wird es wieder besser laufen."
Nicht viel besser lief es für die Regionalliga. Zwar gab es hier glücklicherweise keine Stürze und unter dem Strich gute Resultate, allerdings zeigte sich, dass auf diesem Niveau vier gute Athleten für ein gutes Gesamtergebnis nötig sind. "Wir haben aufgrund des parallelen Rennens der NRW-Liga in Indeland mit Stephan Stolecki und Jan Müller zwei Verbandsligisten hochgezogen", erläuterte Chefcoach Thomas Fehrs. "Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sie sich aber toll geschlagen, das möchte ich ausdrücklich betonen." Beim Schwimmen konnten so Alexander Seuser und Stefan Bachmayr Akzente setzen. Beide gingen im vorderen Teil des Feldes auf das Rad, Seuser verlor einige Plätze, während Bachmayr seine Stärke auf zwei Rädern ausspielte.
Im hinteren Teil kämpften Müller und Stolecki nicht nur mit den Gegnern, sondern vor allem mit dem am Mittag stark auffrischenden Wind. "Es war ein sehr einsames Rennen", schilderten die beiden ihre Eindrücke, "erst zum Ende der Radstrecke kamen ein paar Athleten in Sicht. Mit dem Wind mussten allerdings alle klarkommen, das soll absolut keine Ausrede sein." Zumindest beim Laufen konnten sie noch ein paar Positionen gut machen, auch Seuser und Bachmayr lieferten hier noch einmal starke Leistungen ab. Letztlich bedeuteten die Einzelplatzierungen 34 (Bachmayr), 38 (Seuser), 48 (Müller) und 61 (Stolecki) den 14. Gesamtrang.
